Viehhausen bei Salzburg – Prien am Chiemsee, 89 km, 610 HM

Am zweiten Tag starteten wir, nach dem tollen, gesunden Frühstück im Laschenskyhof, in Richtung unseres heutigen Ziels, dem Chiemsee. Am Ende des Tages sollten das dann knappe 90 km sein, abwechslungsreich durch die Seenlandschaft Bayerns.

Schon nach wenigen Kilometern passierten wir die Staatsgrenze zwischen Österreich und Deutschland, welche nach Corona wieder problemlos und ohne Einschränkungen passiert werden konnte 😉 – was für ein Glück! 🙂

Mit dem Rad über die Grenze

Nach Hausmoning gings quer durch kleine Dörfer, Felder und abwechslungsreiche Landschaft durch Schönram (eigene kleine Brauerei!). Die Tour erwies sich wirklich als vielfältig, und vor allem die kleineren und grösseren See erfreuten das Auge zwischendurch, zum Reinspringen hatten wir dann doch etwas zu wenig Zeit bzw. war es um diese Jahreszeit ( Ende Mai ) doch noch etwas frisch….

Sehr schön wars dann auch am Waginger See, ein weiterer See den ich bisher nicht kannte….aber schau selbst:

Da kommt der Geist und das Auge zur Ruhe, oder?

Nach Waging am See gings dann nochmals, in der inzwischen doch sehr kräftigen Sonne und bei Gegenwind, knappe 150 HM bergauf, um wieder zwischen Feldern und Dörfern weiter zu radeln.
Unaufhaltsam näherten wir uns aber dem Chiemsee, an dessen Ufer wir dann bis zum Tagesziel in Prien entlangfuhren.

Nahrung für Körper und Auge

Auch wenn ich entlang der Strecke schon das eine oder andere bayrische Wirtshaus erspäht hätte, war es nach etwas mehr als 60 km endlich soweit – Einkehr! Dafür hatten wir uns ein kleines, sehr ansprechendes Cafe, direkt ein paar Meter oberhalb des Ufers ausgesucht: Rene´s Cafe, sehr nette Terrassen, ansprechendes Haus, nettes Personal und kleine, aber feine Karte! Genau das, was Radlers Herz benötigt also 😉

Rene´s Cafe
Essen mit Ausblick auf den Chiemsee
Oans-zwoa-gsuffa, natürlich alkoholfrei! 🙂

Auch wenn´s jetzt schon recht gemütlich gewesen wäre, mussten wir doch noch einige Kilometer, direkt am Uferweg, weiterradeln. Und das erwies sich als durchaus herausfordernd, da wir beileibe nicht die einzigen Biker waren, nein. Auch andere hatten offensichtlich dieselbe Idee wie wir, und so gestaltete sich die Weiterfahrt bis Prien teilweise zum Stop ´n Go 🙂 für sportlichere Biker wie wir es sind, zwischen Kinderwägen, Fahrrad Anhängern mit und ohne Hund, Silverbikern *gg* und vielem mehr…
Aber wir hatten es ja nicht eilig, daher war das halb so schlimm und wir genossen die Uferlandschaft und so manchen Ausblick….

Endstation: Prien am Chiemsee

Schlussendlich, und nach knapp 5 Fahrstunden, waren wir am Ziel. Aufgrund des verlängerten Feiertagswochenendes ( Christi Himmelfahrt ) war es gar nicht leicht, überhaupt ein Zimmer zu finden. Fündig geworden bin ich dann in einer sehr speziellen Unterkunft, zwar in unmittelbarer Seenähe, aber….unter normalen Umständen dürfte diese Unterkunft/Zimmer eher als Personalunterkunft dienen, war somit sehr einfach, aber sauber – und für eine Nacht letztlich völlig ausreichend. Immerhin war diese Unterkunft direkt an ein benachbartes Hotel angebunden, somit hatten wir ein sehr gutes Frühstück, was das einfache Zimmer wiederum kompensierte.

Nachdem es noch sehr sonnig war, genossen wir noch die eine oder andere Stunde am See, bevor es zum Abendessen ging und sich dieser zweite Tag ebenfalls seinem schönen Ende entgegenneigte….

Freu mich schon, wenn wir uns bei Tag 3 unserer Seentour wiederlesen – also bis bald!